Und hier ist noch der Rückblick von bayliga.de:
44. Saison der Bayernliga 2006/2007
Der Rückblick
Favorit Regensburg ist Meister – Feucht, Burghausen II, Fürstenfeldbruck und Frohnlach steigen ab – Bambergs Heyer ist Torschützenkönig
Die 44. Spielzeit der bayerischen Königsklasse ist beendet. Wie erwartet konnte sich der Regionalliga-Absteiger SSV Jahn Regensburg durchsetzen, wurde bereits am 35. von 38 Spieltagen den Titel sichern. Zurück in die Landesliga müssen der VfL Frohnlach (Nord), der SC Fürstenfeldbruck, der SV Wacker Burghausen II (beide Süd) und der 1. SC Feucht (Mitte). Der TSV Großbardorf kann in der Relegation noch den Klassenerhalt sichern. Die Unterfranken spielen entweder gegen den FSV Erlangen-Bruck oder gegen den SV Schalding-Heining. Das zweite Entscheidungsspiel bestreiten am Samstag in Ansbach (16 Uhr) der SV Alemannia Haibach und die TSG Thannhausen. Weil der TSV 1860 München II den Klassenerhalt in der Regionalliga Süd geschafft hat, genügt in der Qualifikation ein Sieg zum Aufstieg/Klassenerhalt.
Die abgelaufene Saison mit dem neuen Verbandsspielleiter Jürgen Faltenbacher aus Waldsassen sieht dieser so: „Es war eine sehr schöne und für den bayerischen Fußball erfolgreiche Saison. Mit Jahn Regensburg ist das beste Team Meister geworden. Besonders freut mich der große Zuschauerzuspruch. Das zeigt mir, dass die Bayernliga lebt und äußerst attraktiv ist.“
Serien
20 Spiele war der SSV Jahn Regenburg zwischen dem 15. und 35. Spieltag ohne Niederlage und sicherte sich dadurch den Titel. Zwölf Partien ohne Niederlage schafften auch die SpVgg Greuther Fürth II und der FC Memmingen. Die Marke von neun Siegen in Folge erreichte auch der Meister aus Regensburg. Der SV Wacker Burghausen II konnte erst im 23. Saisonspiel den ersten Dreier einfahren. Die meisten Niederlagen am Stück kassierte der 1. SC Feucht mit einmal acht und einmal sieben Spielverlusten. Die Rekord-Heimserie des 1. FC Bad Kötzting riss nach 33 Heimspielen durch ein 0:1 gegen Greuther Fürth II. Aber inzwischen sind die Badstädter schon wieder seit acht Heimbegegnungen ohne Niederlage. Auswärts konnte der FC Memmingen zehn Spiele ungeschlagen bleiben und kam dabei auf ein Torverhältnis von 20:1.
Heim- und Auswärts-Bilanz
Beste Heimelf und als einziges Team auf eigenem Boden ungeschlagen war Titelträger Jahn Regensburg, der 15 Mal gewann und sich drei Unentschieden leistete. Es folgt auf Platz zwei der 1. FC Nürnberg II mit 38 Punkten. Dahinter liegen Bad Kötzting und Weiden (beide 36). Die vier schwächsten Heim-Mannschaften waren die drei Absteiger Burghausen II (13), Feucht (16) und Fürstenfeldbruck (19) sowie Ismaning (20) die ihre Anhänger oft enttäuschten. Auf fremden Plätzen war die SpVgg Greuther Fürth II (34) das Maß aller Dinge vor dem 1. FC Eintracht Bamberg (32), Bayreuth (31) und Aindling (31). Feucht (5), Fürstenfeldbruck (7) und Burghausen II (9) waren auch auswärts zu harmlos. Schwach schnitten hier auch Bad Kötzting (11), Hof (14), Würzburg (14) und Frohnlach (14) ab.
Vorrunde/Rückrunde
Zur Halbzeit lag noch die SpVgg Greuther Fürth II mit 37 Punkten vorne. Bamberg (36), Regensburg (35), Bayreuth (33) und Weiden (33) folgten. Auf den vier Abstiegsplätzen standen auch die vier Absteiger, nur in anderer Reihenfolge. Einzig die SpVgg Bayern Hof konnte den Relegationsplatz noch verlassen und diesen dem zum damaligen Zeitpunkt zwei Zähler besser gestellten TSV Großbardorf übergeben.
Die Rückrunden-Tabelle wird klar von Regensburg (42) vor Memmingen (39) und Nürnberg II (38) angeführt. Auf den letzten drei Plätzen rangieren die drei Absteiger aus Feucht (4), Fürstenfeldbruck (14) und Burghausen II (15). Aber auch die SpVgg Unterhaching II (16) steht unter dem Strich, blieb dank der guten Vorrunde aber drin. Obwohl der TSV Großbardorf in Vor- und Rückrunde jeweils 21 Zähler holte, langte das nur für den Relegationsplatz.
Zehn Trainerwechsel
Zehn Übungsleiter mussten vorzeitig gehen. Den Rekord stellte des SC Fürstenfeldbruck auf. Auf Dirk Teschke folgte Anfang Oktober Andreas Brunner, der noch vor Weihnachten ging. Es übernahm Rainer Ulrich, der den Verein im April auf eigenen Wunsch wieder verließ. Thomas Holz beerbte Ulrich. Insgesamt waren bei den Bruckern fünf Übungsleiter tätig, weil das letzte Spiel der neue Coach Holger Seitz leitete. Der Wechsel beim FC Ismaning Anfang Oktober von Mario Himsl zu Bernd Weiß zahlte sich mit dem Klassenerhalt aus. Das gleiche gilt für den Tausch bei der SpVgg Bayern Hof von Henrik Schödel zu Armin Eck Anfang November. Weiden tauschte kurz vor Saisonende von Horst Will zu Rüdiger Fuhrmann. Gleiches taten auch die Verantwortlichen der SpVgg Bayreuth, wo Norbert Schlegel der Stuhl vor die Tür gestellt wurde. Es übernahm Co-Trainer Alexander Hofmann. Keine Besserung brachte der Trainertausch bei den beiden Absteigern VfL Frohnlach und 1. SC Feucht. Manfred Müller war in Frohnlach das Handtuch, ihm folgte sein Co-Trainer Werner Gückel. In Feucht war für Norbert Winkler im Frühjahr Ende, Vanco Timov übernahm. In Großbardorf ging Erwin Albert zwei Spieltage vor Schluss. Andreas Lampert wurde Alberts Nachfolger, konnte aber nur noch den Relegationsplatz erreichen. In Oberfranken wurden gleich bei drei von vier Klubs die Chefanweiser ausgewechselt. Nur Christoph Starke in Bamberg blieb im Amt. Insgesamt waren 34 Übungsleiter entweder fest, übergangsweise oder in Vertretung tätig.
Die höchsten und torreichsten Spiele
Das 6:6 zwischen der SpVgg Weiden und dem SV Heimstetten am vorletzten Spieltag war die torreichste Partie. Elf Mal klingelte es am letzten Spieltag bei der Begegnung Bayreuth gegen Burghausen II (8:3). Zehn Treffer fielen beim 6:4 des VfL Frohnlach gegen den TSV Großbardorf. Neun Tore sahen die Zuschauer beim 5:4-Sieg von Feucht in Fürstenfeldbruck. Acht Mal rappelte es beim 6:2 des Jahn gegen Feucht. Der Jahn schaffte auch noch ein 6:1 gegen Frohnlach. Die Bad Kötztinger unterstrichen ihre Heimstärke mit zwei 6:1-Erfolgen gegen Großbardorf und Fürstenfeldbruck. Den höchsten Auswärtssieg landete die SpVgg Greuther Fürth II mit 7:0 beim SV Wacker Burghausen II. Die häufigsten Ergebnisse waren 1:1, 1:0 und 0:0, die jeweils 30 Mal erzielt wurden.
Am letzten Spieltag konnte noch die Marke von 1.000 Treffern durchbrochen werden. Das Jubiläumstor erzielte Ingo Walther von der SpVgg Bayreuth per Foulelfmeter zum 5:3 (54.), Endstand 8:3 gegen Burghausen II. Es wurden insgesamt 1.017 Tore erzielt (Schnitt 2,97). In der vorigen Saison fielen 891 Treffer, ein Schnitt von 2,91 Toren pro Spiel.
Fairness-Tabelle
Der FC Memmingen (69 Punkte) hat die Fairness-Wertung knapp vor dem 1. FC Bad Kötzting (70) gewonnen. Die Allgäuer kamen mit einer Gelb-roten und einer roten Karte bei 61 Verwarnungen aus. Es folgen
Unterhaching (74), Würzburg (74), Bayreuth (80), Regensburg (81), Nürnberg II (83), Heimstetten (86), Burghausen II (87), Greuther Fürth II (88), Bamberg (90), Fürstenfeldbruck (93), Feucht (94), Frohnlach (95), Weiden (96) und Großbardorf (99). Die letzten drei Plätze belegen Ismaning (103), Aindling (104) und mit weitem Abstand Hof (129), die auf neun Gelb-rote und fünf rote Karten kamen. Insgesamt gab es 1.217 Verwarnungen, 66 Gelb-rote Karten und 56 rote Karten. Im Vorjahr gab es nur 45 rote Karten. Es gab aber auch besonders böse Buben, die mehrfach des Feldes verwiesen wurden. Gleich dreimal sah Feuchts Daniel Winkler die Ampelkarte. Auch Feuchts Markus Haushahn erhielt drei Hinausstellungen und zwar Rot und zweimal Gelb-rot genauso wie Oliver Kröner aus Großbardorf und Weidens Florian Schrepel. Zweimal Rot sah nur Sebastian Barth (Großbardorf). Je einmal Gelb-rot und Rot sahen: Bayram Nebihi (Aindling), Dominik Dierich (Fürstenfeldbruck), Christian Wimmer (Weiden), die beiden Ismaninger Christian Jalsevec und Uwe Richthammer sowie Dennis Grassow von Jahn Regensburg und der
Unterhachinger Thorsten Schulz. Mit zweimal Gelb-rot vom Platz mussten Alexander Eglhofer (Burghausen II), Arment Destani (Feucht), Daniel Wolf (Feucht), Oliver Riley (Frohnlach), Sven Löhner (Greuther Fürth II), Marcel Maison (Ismaning), Josef Parlasek (Bad Kötzting), die beiden Nürnberger Pellegrino Matarazzo und Chhunly Pagenburg.
Torschützen
Die Torjäger-Kanone sicherte sich Peter Heyer (Bamberg) mit 27 Treffern knapp vor Christian Braun (26, Memmingen). Die weiteren Torschützen: Sebastian Knüttel (18, Großbardorf), Markus Fuchs (Bayreuth), Jochen Schinagel (Würzburg) und Daniel Zaccanti (Hof) mit je 17 Treffern. Benson Okeke (Heimstetten), Petr Stoilov (Regensburg) und Christoph Weber (Nürnberg II) trafen jeweils 16 Mal.
Elfmeter
Die Schiedsrichter verhängten in den 342 Spielen 107 Strafstöße, davon fünf Handelfmeter, die alle verwandelt wurden. 24 der Foulelfmeter konnten nicht verwandelt werden. Im Netz landeten also gut 77 Prozent. Bastian Renk vom VfL Frohnlach und Christian Braun aus Memmingen vergaben je zwei Strafstöße. Sicherster Schütze war Großbardorfs Sebastian Knüttel, der alle sieben Elfmeter versenkte. Sechs Mal traf Peter Heyer (Bamberg). Je fünf Elfmetertore erzielten die beiden Nürnberger Christoph Weber und Benedikt Deigendesch sowie Memmingens Christian Braun.
Spieler-Einsätze
Die 19 Vereine setzten in den 342 Spielen zusammen 534 Spieler ein, davon spielten drei Kicker jeweils bei zwei Vereinen. Die meisten Akteure brachte Burghausen II (44),
vor Unterhaching II (41), Fürstenfeldbruck (40), Feucht (32), Nürnberg II (31) und Greuther Fürth II (30) zum Einsatz. Die weitere Rangfolge lautet: Weiden (29), Hof (28), Ismaning (27), Bamberg (26), Würzburg (26), Bad Kötzting (25), Memmingen (24), Aindling (23), Großbardorf (23), Heimstetten (23), Frohnlach (22), Regensburg (22) und Bayreuth (21). Jeder Verein setzte im Schnitt 28 Akteure ein.
Ältester Spieler war Unterhachings Trainer Fredi Ruthe (45), der beim letzten Spiel in Nürnberg zwischen den Pfosten stand. Jüngster Kicker war Sercan Sararer (17) von der SpVgg Greuther Fürth II mit drei Einsätzen und 56 Minuten. Aber vor allem in den zweiten Mannschaften, in Feucht, in Fürstenfeldbruck, in Hof und anderen Vereinen wurde verstärkt auf die Jugend gesetzt. Daher kam in der Schlussphase der Saison viel Jugend zum Einsatz.
Dauerbrenner
Alle 36 Spiele bestritten nur sieben Akteure. Das waren die Torleute Thomas Geisler (Aindling), Renè Übler (Feucht) und Ralf Scherbaum (Würzburg), die Mittelfeldspieler Alexander Schreckinger (Greuther Fürth II), Christoph Seiderer (Bad Kötzting), Benedikt Deigendesch (Nürnberg II) und
Sebastian Schuff (Unterhaching II). Torschützenkönig Peter Heyer verpasste es letzten Spiel in Memmingen wegen einer roten Karte in diesen Kreis aufgenommen zu werden.
Zuschauer
Mit mehr als 233.239 Besuchern konnte die Zahl der Fans gegenüber der Vorsaison um mehr als 100.000 Zuschauer gesteigert werden. Im Schnitt kamen 682 Zuseher zu den 342 Spielen. Krösus war der Aufsteiger 1. FC Eintracht Bamberg, der knapp 49.000 Fans lockte und der mit 7.100 Besuchern gegen Regensburg auch den Rekord aufstellte. Auf den weiteren Plätzen folgen Meister Regensburg (32.660/Schnitt 1811), SpVgg Bayern Hof (20.920/1162), SpVgg Bayreuth (16.516/918) und auf Rang fünf der 1. FC Bad Kötzting (15.684/871). Auf den letzten fünf Plätzen liegen: 1. FC Nürnberg II (5.090/283), 1. SC Feucht (3.960/220),
SpVgg Unterhaching II (3.520/196), SpVgg Greuther Fürth II (3.360/187) und Schlusslicht ist der SV Wacker Burghausen II (2.630/146). Den Minusrekord verzeichnete Burghausen am 11. November 2006 in der Heimpartie gegen die SpVgg Bayreuth mit nur 50 Zuschauern.
Schiedsrichter
Ohne Regelhüter geht es nicht. 44 Referees von der ersten Bundesliga bis zu ein paar Schiedsrichtern aus der Landesliga, die schon mal Bayernliga-Luft schnuppern durften, kamen zum Einsatz.
Zuletzt geändert von StevieUhg am 15.06.2007, 21:04, insgesamt 1-mal geändert.