Was Alkohol so alles mit einem Menschen anrichtet...
Wollte mich nach dem Pfullendorf-Spiel mim Bene auf der Wiesn treffen und lass mein Handy zu Hause liegen. Macht ja nichts, sind ja nur n´ paar hunderttausend auf diesem Fest, da findet man den Papst schon.
Tim Borowski hab ich bei meiner Ankunft im U-Bahnhof gesehen, als er einen Kinderwagen über die Absperrung hebte. In seinem Gefolge waren wohl Bekannte aus seiner Bremer Zeit.
Bin dann über die Wies´n gebummelt und hab mir die besoffenen Trachtler angeschaut - dieses Fest is der Schmelztiegel aller in dieser Gesellschaft. Neben dem Schichtl bin ich in so ein 70er-Jahre-Disco-Panoptikum rein, so ne Art dreidimensionale Lichtershow - vier Euro Eintritt, ein rechter Schmarrn.
Am Mittwoch, 24.09., dann meine richtige Wies´n - Premiere im Hofbräuhaus!
Ein geiles Bier, nette (deutsche) Mädels, drei Mass, bei der Rückfahrt in der S-Bahn eingepennt und erst in Sauerlach aufgewacht...
Meinen Unmut, das es in diesem Provinzort weit und breit kein Taxi gab, ließ ich lautstark freien Lauf. Plötzlich öffnete sich ein Fenster an besagtem Bahnhofsplatz und eine knorrige, bajuwarische Stimme eines geschätzten fünfundsechzigjährigen sprach zu mir: "Wennst jetzt ned sofort mid Deim Geblärr aufherst, hoi i d´ Bolizei und a Votz´n griagst a no!"
Durch den Alkohol sichtlich enthemmt erwiderte ich in nicht minder lautem Ton: "Wenn mi Dei Bolizei hoam noch Haching fahrt, na hear i auf - Dei Votz´n konnst da aber b´hoidn, i hob heid scho g´vögelt"
Unmittelbar danach kam ein Taxi auf dem Rückweg nach München vorbei und las mich auf, äh, nahm mich mit.
Fazit: Schee war´s